Ein grauer Tag, er geht zu neige.
Der laue Wind, er wiegt die Zweige.
Ich sitze hier, im fahlen Licht,
In schmutzige Hände vergraben mein
Gesicht.
Hinter mir da steht ein Stein,
Zum ewigen Gedenken, sollt er sein.
Mit wilder Schönheit überzogen,
Ich weiss, sie haben mich alle belogen.
Eine Melodie legt sich in mir nieder
Ich höre sie gern und immer wieder.
Der Tag selbst ist mir egal
Doch dieser Ort war meine erste Wahl.
Mein Unterarm ruht sanft in meinem Schoss
Oh Seelenschmerz, lass mich
los.
Ein blitzendes Stück Metall in einer Hand,
Welches meine Haut sehr
verführerisch fand.
Eine Spitze berührt mein Fleisch,
So leicht und ruhig, einem Streicheln
gleich.
Es bewegt sich langsam, ohne Widerstand
In meiner Vene bis zur
Hand.
Ein so warmes Gefühl durchflutet meine Brust,
Die wenigen glücklichen
Momente vertreiben all den Frust.
Welch angenehmes Kribbeln steigt in mir
empor
Das Gefühl der Liebe, so stellt' ich es mir immer vor.
20 Jahre, vegetieren auf diesem Planet,
Nur verachtet, gehasst und
verschmäht.
Auch die wunderschöne Natur hält mich nicht hier,
Kein Fels,
kein Strauch und auch kein Tier.
In meinem Geist flieg ich eine Klippe entlang aufs offene Meer,
Die
andere Welt, wie schön wenn sie so wär.
Das feuchte Leben, es rinnt über
mein Handgelenk
Der zärtlichsten Liebkosung gleich, welch ein Geschenk.
Mein ganzer Arm, gehüllt in dieses tiefe Rot,
Es ist die Farbe der Liebe
und doch mein Tot.
Mein Herzschlag, er verlangsamt sich,
Die Wärme
entweicht, es stört mich nicht.
Meine Augenlieder, sie werden so schwer,
Der Punkt ist erreicht, ich atme
nicht mehr.
Mit einem letzten Blick seh' ich mein Blut,
Wenn Ihr doch
wüsstet wie gut das tut.
Die Kraft, sie entschwand mit dem Strom meines Lebens,
Den
sterbenden Körper zu stützen versuch ich vergebens.
Er rutscht zusammen und
liegt darnieder,
Du verächtliches Leben, ich seh Dich nie
wieder.